Umwelt & Natur

Veröffentlicht am 15. Dezember 2016 | von Rupert Fuchs

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Feuerwerk am Berg: Lass es knallen oder lasst das Knallen?!

Winterzeit ist Feuerwerkszeit: Gerade zum Jahreswechsel wird wieder vielerorts ein buntes Feuerwerk zu bewundern sein.Wann und wo ein Feuerwerk erlaubt ist, ist im Pyrotechnikgesetz geregelt. Aus unterschiedlichen Gründen gibt es Diskussionen darüber, in bestimmen Fällen private bzw. öffentliche Feuerwerke NICHT zu gestatten.

Ein Grund dafür ist, dass sich beim Abbrennen der Feuerwerkskörper Feinstaub aus giftigen Inhaltsstoffen entsteht und dieser Staub negative Auswirkungen auf die Luftqualität hat. Laut einer Studie des Österreichischen Vereins für Kraftfahrtechnik (ÖVK) werden in der Silvesternacht so hohe Mengen giftiger Feinstaub in die Atmosphäre gebracht, das nach der Einführung von Umweltzonen und der Verschärfung von Abgaslimits, konsequenterweise eine Reduzierung von abzuzündenden Feuerwerkskörpern ein nächster Schritt wäre. Eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt, dass am Neujahrstag schon mehr Feinstaubbelastung herrscht als im ganzen restlichen Jahr.

Auch für die Tiere stellt das Feuerwerk ein massives Problem dar. Besonders im Winter leben Wildtiere am Rande ihres Energielimits. Durch den Lärm und die Lichteffekte können Tiere aufgeschreckt werden und von ihren gewohnten Plätzen vertrieben werden. Oftmals meiden diese Tiere ihre ausgesuchten Futterplätze und müssen an anderen Stellen neue Plätze finden, was energieaufwändig ist. Außerdem kostet die panikartige Flucht vor dem Störgeräusch die Tiere so viel Kraft, das es besonders für Tiere in Hochlagen den Tod bedeuten kann. Deshalb lasst uns alle Silvester vernünftig begehen.

Auch wenn es über das Thema privates Feuerwerk in den Städten und Gemeinden unterschiedliche Meinungen gibt, so sollten wir zumindest in dem Punkt übereinstimmen: Kein Feuerwerk in den Bergen! Der Umwelt und den Tieren zuliebe!

 

Rupert Fuchs

Über Rupert Fuchs

Landtagsabgeordneter, Bezirkssprecher der Grünen Pongau - Sprecher für Energie, Landwirtschaft, Naturschutz, Nationalpark, Tierschutz, Volkskultur


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