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Veröffentlicht am 16. Juni 2016 | von Kimbie Humer-Vogl

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Pflege: Paradigmenwechsel im „Seniorenheim“

Als Gerontopsychologin überblicke ich nun schon zwei Jahrzehnte Entwicklungen in der institutionellen SeniorInnenpflege, wobei ich all diese Jahre in erster Linie im städtischen Seniorenwohnhaus Hellbrunn tätig war. Und es hat sich viel getan in den letzten Jahren.

Die von Pflegeexperten Erwin Böhm angeprangerte „warm, satt, sauber“–Mentalität (also eine Versorgung, die sich rein auf die Befriedigung körperlicher Bedürfnisse konzentriert) – das war einmal. Heute gilt ab und zu sogar das Gegenteil und das ist gut so: Kalt, hungrig, schmutzig – wir wollen unseren BewohnerInnen auch diese Empfindungen nicht immer und überall vorenthalten. Denn sie regen an, das Leben in die Hand zu nehmen, etwas dagegen etwas zu tun. Wem kalt ist, der soll eine Jacke anziehen, wer Hunger hat möge sich zum Tisch setzen und wer das Bedürfnis nach Körperpflege hat, naja – der wird sich halt auch leichter dabei unterstützen lassen.

Ein kurzer Blick zurück

In keinem Bereich ist der Paradigmenwechsel in der Betreuung, Begleitung und Pflege von Menschen derart deutlich zu beobachten, wie in der institutionellen SeniorInnenpflege. Die Veränderungen der letzten Jahre sind rasant vor sich gegangen. Ich bin immer wieder überrascht darüber, wenn auch sehr junge Pflegekräfte in die Erzählungen über „die alten Zeiten“ mit einstimmen.

Die „alten Zeiten“ – da fallen mir zuerst die Pflegestationen ein. Schon an der Schwelle: stechender Uringeruch, in jedem Zimmer Desinfektionsmittel, zwei, drei, vier Menschen in einem Zimmer.

Die „alten Zeiten“ – da fallen mir zuerst die Pflegestationen ein. Schon an der Schwelle: stechender Uringeruch, in jedem Zimmer Desinfektionsmittel, zwei, drei, vier Menschen in einem Zimmer. Jeder/jedem ist ein Bett samt Nachtkasterl zugeteilt, ihr persönlicher Besitz oft reduziert auf ein paar Bilder an der Wand. Privatsphäre gleich null, schlaflose Nächte, weil die Nachbarin die ganze Nacht läutet, schreit, weint. Einmal habe ich einen Mann betreut, aus dessen Zimmer schon acht Bewohner „herausgestorben“ waren. Krankenhausnachthemden, Harnflaschen am Nachtkasterl, der Leibstuhl mitten im Zimmer, sind weitere Assoziationen. Und in den ersten Jahren auch noch WC und Duschen am Gang.

Die „Pflegestationen“ waren von den BewohnerInnen der „so genannten“ Wohnpflegen als „Todestrakt“ gefürchtet. Doch grad der Tod wollte dort oft gar nicht so schnell kommen, durch optimale Pflege konnte er teils Jahre lang hinausgezögert werden. Die Folge, ein Plus an Lebensjahren, doch nicht zu selten waren diese Lebensjahre trostlos. Ein Tag glich dem anderen: Wecken, Fiebermessen, Körperpflege, Tagesraum und um 16.30 Uhr ins Bett für die einen, jahrelange Bettruhe für die anderen. Besonders diese Tagesräume haben es mir angetan: Regungslos saßen die betagten Menschen um den Tisch, vor jedem ein Glaserl Himbeersaft, Hintergrundmusik, sonst Stille. Die „Klagenden“ blieben aus Rücksicht auf die „Stillen“ in ihren Zimmern.

Ich bin ziemlich sicher, dass es auch jetzt noch Häuser gibt, mit ähnlichen Szenarien, denn diese Erinnerungen liegen noch nicht allzu viele Jahre zurück. In den städtischen SeniorInnenwohnhäusern haben wir jedenfalls die Pflegestationen aufgelöst und mit Wohn- oder Hausgruppen ersetzt.

Paradigmenwechsel vom fremd- zum selbstbestimmten Leben in der Pflege-Einrichtung

An welchen Eckpfeilern lässt sich dieser „Paradigmenwechsel“ nun aus meiner Sicht ausmachen?

  • Selbstbestimmung und Empowerment

Uns ist wichtig zu wissen, wie unsere BewohnerInnen gelebt haben, welche Rituale sie bevorzugten, welche persönlichen Geschichten sie mitbringen. Die individuelle Ausgestaltung der Zimmer ist willkommen, das Ausmaß bestimmen die BewohnerInnen aber selbst. Jeder/jede verwendet seine eigene Bettwäsche, die eigenen Hygieneprodukte. So viel wie möglich soll an „zu Hause“ erinnern.

Der bisherige Lebensrhythmus soll weitergelebt werden, wer erst mittags frühstücken will, darf das selbstverständlich. Jede Hausgemeinschaft erstellt einen eigenen Speiseplan, spezielle Wünsche werden natürlich berücksichtigt. Gekocht wird mitten in der Wohnküche, wer mithelfen will, darf das. Für die meisten reicht es, wenn sich der Duft der Speisen über das Zimmer ausbreitet. Das weckt Erinnerungen an Zeiten, in denen die Welt noch in Ordnung war!

Auch gewaschen und gebügelt wird in den Hausgemeinschaften, gemeinsam wird auch der Garten bearbeitet.

Wir feiern Feste und Gottesdienste in „unseren“ Wohnzimmern, Angehörige, Freunde und Bekannte sind jederzeit herzlich willkommen. Oft besuchen uns Angehörige auch nach dem Tod eines Bewohners regelmäßig weiter!

  • „Demenz“ – ein Merkmal unter vielen

„Demenz“, dieses Schreckgespenst, das wie ein Damoklesschwert über dem letzten Lebensabschnitt hängt, verliert für uns zusehends an Bedeutung.

„Demenz“, dieses Schreckgespenst, das wie ein Damoklesschwert über dem letzten Lebensabschnitt hängt, verliert für uns zusehends an Bedeutung.

Wir sind dabei den bisher routinemäßig durchgeführten Demenztest abzuschaffen. Denn die Aussagekraft dieser Demenzerhebung ist ohnehin stark zu hinterfragen. Interessant ist eigentlich nur, welche Unterstützungsleistungen die BewohnerInnen von uns brauchen, und nicht, wie viel Punkte sie bei einem Test erreichen. Nicht die Defizite stehen im Vordergrund sondern der Umgang damit. Was macht es aus, wenn sich Frau B. bei jedem Ausflug in die Innenstadt verirrt, solange sie noch in der Lage ist, nach dem Weg zu fragen?

Und wenn die Demenz die verbale Kommunikation erschwert? Dann müssen eben neue Wege der Kommunikation beschritten werden. Wir sehen den Menschen ins Gesicht, „lesen“ darin und verhelfen uns mit Gesten und Körperkontakt. So schaffen wir eine Atmosphäre, in der auch Menschen ihren Kummer und ihre Anliegen anbringen, wenn es keine Worte mehr gibt. Nicht immer verstehen wir, was sie uns mitteilen möchten, aber wir versuchen es, spiegeln ihnen ihre Gefühle und geben ihnen die Möglichkeit der Entlastung.

Wenn es irgendwie geht, vermeiden wir es die BewohnerInnen zu orientieren, sie einzuschränken oder sie zu bevormunden.

  • Unterstützung und Begleitung statt Betreuung und Fürsorge

Der Grundsatz der aktivierenden Pflege gilt natürlich nach wie vor. Wir ermuntern unsere BewohnerInnen zu möglichst hoher Selbstständigkeit und sind dabei so offen wie möglich. Was nicht heißt, dass wir ihnen nicht jene Unterstützung und Begleitung geben, die sie brauchen. Aber wir bieten nur an und bevormunden nicht. Dabei haben wir ein hohes Vertrauen darin, dass einmal erlernte Fähigkeiten so schnell nicht verloren gehen.

Wer einmal den Umgang mit scharfen Messern, Schraubenziehern oder Sägen beherrscht hat, dem kann man diese Gegenstände auch heute noch in die Hand geben.

So werkt Herr K. seit einiger Zeit fröhlich in unserer Werkstatt dahin und Frau H. ist eine verlässliche Hilfe, wenn es darum geht den selbstgeernteten Salat zu schneiden.

  • Inklusion

Unsere BewohnerInnen haben eines gemeinsam: Sie benötigen Pflege. Das heißt Unterstützung bei alltäglichen Handlungen. Ob sie dement sind, körperlich eingeschränkt, psychisch krank oder kognitiv beeinträchtigt spielt eigentlich keine Rolle. Ich würde sogar meinen, diese Vielfalt ist ein Gewinn.

Frau G. sitzt zwar im Rollstuhl, kümmert sich aber rührend um Frau S., die den ganzen Tag weint. „Aber Josefine“ sagt sie „Du musst das positiv sehen!“.  Und obwohl Herr K. sich nicht immer beliebt macht, geht er den BewohnerInnen doch ab, wenn er mal einen Tag im Zimmer verbringt, denn seine „Schandtaten“ sind für manchen Gesprächsstoff gut.

Sondereinrichtungen für diverse Zielgruppen lehnen wir ab.

  • Interdisziplinarität

Begegnung aller Berufsgrupppen auf Augenhöhe scheint ein ganz wichtiger Punkt. Wenn es darum geht, BewohnerInnen eine möglichst hohe Lebensqualität trotz Institutionalisierung zu bieten, müssen alle an einem Strang ziehen. Und dabei sind alle Meinungen gleich gewichtig, egal ob Akademiker, Fachkraft, Hilfskraft oder Zivildiener. Wir begegnen einander mit Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Und lernen so täglich voneinander.

Und wenn dann, wie neulich beim Teamgespräch, eine langjährige Mitarbeiterin sagt „so wohl wie in diesem Team habe ich mich noch nie gefühlt“, dann zeigt das, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

In letzter Zeit sind wir dazu übergegangen, uns auch regelmäßig mit den Angehörigen zu sogenannten „Unterstützerteams“ zu treffen. Ziel dieses Austausches ist es, die gegenseitigen Erwartungen, Ansichten und Anliegen zu ergründen und Ideen für eine optimale Tagesgestaltung unserer BewohnerInnen auszutauschen. Wenn nötig ziehen wir hier auch externe ExpertInnen bei.

  • Palliative Begleitung als Erhalt von Lebensqualität

Palliative Betreuung setzt dort ein wo kurative Behandlung nicht mehr möglich ist. Das heißt, es geht um den Erhalt der Lebensqualität. Meist wird Schmerztherapie darunter subsummiert. Aber so gesehen ist auch die psychologische Begleitung am Lebensende häufig als palliativ zu sehen. Denn wieder gut machen lassen sich die Spuren des Lebens oft nicht mehr. Und viele psychologische Techniken lassen sich einfach nicht mehr anwenden. Aber es tut gut sich mal auszusprechen. Und klar ist der Tod, ist das Sterben immer wieder Thema. Es ist nicht immer leicht, das zuzulassen, aber wir können es in der Zwischenzeit schon ganz gut.

Und so kommt es immer seltener vor, dass ich gebeten werde die Suizidalität von BewohnerInnen abzuklären, nur weil ihnen mal ein „eigentlich freut mich das Leben nimmer“ rausrutscht.

Wenn dann tatsächlich die letzten Lebenstage, Lebensstunden da sind, geht es natürlich auch darum, ein möglichst gutes Sterben zu ermöglichen. Da geht es darum Ängste und Einsamkeit zu reduzieren, Schmerzen und Übelkeit zu lindern, Angehörige zu trösten, usw. Die MitbewohnerInnen werden da nicht ausgeschlossen, und wir freuen uns und unterstützen sie beim Entwickeln eigener Rituale. Und wenn dann wie kürzlich eine Mitbewohnerin kommentiert „das war ein wirklich schöner Tod von der Frau F.“, fühlen wir uns bestätigt.

Herausforderungen des neuen Weges

Klar, es gibt Pflegepersonen, die mit diesem Paradigmenwechsel nicht können. Es gab und gibt Kündigungen von Pflegepersonen. Das, was sie ursprünglich in der Ausbildung gelernt haben, gilt so nicht mehr, für manche stellt das natürlich eine Verunsicherung dar. Die BewohnerInnen dürfen schlafen so lange sie wollen, Ablehnungen stehen an der Tagesordnung, Unruhe darf ausgelebt werden. Das macht die Pflege nicht einfacher. Und die Kriterien für die Pflegepersonen, die jahrelang Lob kassiert haben für satte, saubere, medizinisch bestens versorgte BewohnerInnen gelten nicht mehr. Von Angehörigen werden diese Kriterien aber nach wie vor herangezogen und die zeigen sich nicht immer nur verständnisvoll, wenn keine sauberen Hemden mehr im Schrank hängen. Das heißt statt Lob gibt’s Tadel – nicht eben angenehm für die Pflegenden.

Es gibt ÄrztInnen, die dem medizinischen Modell nachhängen. Die nach wie vor täglich im weißen Mantel Visite machen möchten, begleitet von der „Oberschwester“, die die Fieberkurve reicht. Die sich mehr Sorgen darüber machen, ob der betagte Mensch genug Vitamine zu sich nimmt, als darüber, ob ihm das Essen schmeckt. Und die sich gern zurückerinnern an die Zeiten, wo man dem betagten Alkoholiker einen Johannisbeersaft im Rotweinglas gereicht hat. Ich verstehe ihre Sicht, natürlich.

Und manche Angehörige sind überfordert. Das müssen wir verstehen, die Angehörigen sind Laien, hatten vielleicht bisher keine Berührungspunkte mit der Pflege, diese „Freiheit“ in einer betreuten Einrichtung haben sie nicht erwartet. Sie haben Angst um ihre Lieben, sie wollen sie sicher und beschützt wissen und dann das! – Was, die dürfen einfach das Haus verlassen, wenn sie wollen? Wie gefährlich! – Was, sie schicken meine Mutter nicht ins Spital, trotz Diagnose XY? Das ist grob fahrlässig! – und so weiter. Wie schon erwähnt, da helfen interdisziplinäre Besprechungen mit den Angehörigen und ganz, ganz viel Verständnis für ihre Nöte.

Klagen über die Betreuungssituation von BewohnerInnen höre ich selten. Aber hören tue ich die BewohnerInnen hingegen viel mehr als früher. Wenn ich ein Wohnzimmer betrete, herrscht diese unheimliche Stille der früheren Tagesräume nicht mehr. Es wird ferngesehen, gelacht, geplaudert und gestritten. Ich sehe die BewohnerInnen und sie sehen mich. Das bedeutet viele, viele kleine Alltagskontakte, ein kleiner Plausch hier, eine Umarmung dort, eine Händedruck da.

Ich als Psychologin sehe so viel schneller, wie es dem einzelnen Bewohner/ der einzelnen Bewohnerin geht, ob sie Sorgen oder Ärger haben, und kann viel rascher reagieren. Ich bin nicht mehr angewiesen auf Zuweisungen, und die Gefahr, die ruhigen, still leidenden BewohnerInnen zu übersehen ist viel geringer als in den herkömmlichen Wohnpflegesituationen, wo die Menschen den Großteil des Tages in ihren eigenen Zimmern verbringen. Ich kenne, trotz meines geringen Stundenausmaßes von nur wenigen Stunden pro Woche, alle BewohnerInnen beim Namen, kenne ihre Geschichten, ihre Vorlieben und Abneigungen. Und die BewohnerInnen erleben meine Anwesenheit viel stärker. Ich bin jemand, der da ist, falls sie mich brauchen, ebenso wie der Seelsorger, die Alltagsbegleiterin, die Pflegepersonen. Die BewohnerInnen sind viel weniger alleine. Wen wundert es da wirklich, wenn nach Übersiedlung ins Hausgemeinschaftsmodell plötzlich sogar Psychosen verschwinden. Mich eigentlich schon, aber heimlich hatte ich es mir erhofft!

Die Auswirkungen dieses Paradigmenwechsels sind aber nicht nur sichtbar, spürbar und erlebbar, sie lassen  sich auch messen:

  • In einer Reduktion freiheitsbeschränkender Medikamente

  • In einer Reduktion von Liegetagen vor dem Tod

  • In einem Rückgang von Kathedern und PEG-Sonden

Derzeit haben wir keine Menschen mit PEG-Sonde, keine Menschen mit Katheder und keine ausschließlich bettlägrigen Menschen in den Hausgemeinschaften. Das ist nicht nur mit relativ fitten Neueinzügen zu erklären, denn das Hausgemeinschaftsmodell wurde zur Hälfte mit ursprünglichen PflegetraktbewohnerInnen umgesetzt.

Was wir übrigens nicht feststellen: Dass die Leute die Freiheit nützen, um „weg zu laufen“. Warum auch weglaufen, wenn man sich ohnehin wohl fühlt?

Was wir übrigens nicht feststellen: Dass die Leute die Freiheit nützen, um „weg zu laufen“. Warum auch weglaufen, wenn man sich ohnehin wohl fühlt?

Ausblick

Klar, wir stehen noch am Anfang dieser Entwicklung. Noch gelingt es uns zu wenig sinnvolle, individuelle Tagesgestaltung für alle BewohnerInnen anzubieten. Noch gehen die BewohnerInnen aus unserer Sicht zu früh schlafen. Nach dem Abendessen sind nur noch hie und da BewohnerInnen im Gemeinschaftsraum anzutreffen. Außer natürlich jeden ersten Montag des Monats. Denn da ist Männerstammtisch mit unserem Seelsorger.

Und es gibt Herausforderungen, die völlig neu sind, wo wir auf keine Erfahrungen zurückgreifen können. So habe ich in Teamsitzungen auf die Frage „Wie habt ihr das früher gemacht?“ schon öfter gehört: „Wir haben Medikamente gegeben, die Menschen wurden bettlägrig und das Problem war behoben.“

Und es tun sich ganz neue Fragen auf: zum Beispiel: Darf ich trauern, wenn ein Bewohner verstirbt? Ist es unprofessionell die BewohnerInnen im Kopf „mit nach Hause zu nehmen“? Und wie ist es mit dem „Du“?  Wie viel Körperkontakt ist eigentlich erlaubt? Der Umgang mit diesen Themen wurde jahrelang als Nummer-eins Thema, was den würdevollen Umgang mit betagten Menschen anbelangt, behandelt. Die Menschen sind zu siezen, mit dem Nachnamen anzusprechen, es ist gebührender Abstand zu halten und wer im Urlaub an „seine“ BewohnerInnen denkt, ist unprofessionell. Wir sind der Meinung, das sind Ansichten, die es zu überdenken gibt. Und zwar transparent und gemeinsam.

Wie gesagt wir stehen am Anfang einer Entwicklung, die sehr vielversprechend wirkt. Aber wir müssen uns auch bewusst sein: Wir glauben jetzt das Richtige zu tun, so wie wir das auch vor 10 und vor 20 Jahren glaubten. Möglicherweise erscheint unser aktuelles Tun in 10 Jahren absurd.

Und gerade deshalb ist so wichtig, darüber zu sprechen, was wir tun, im Austausch zu bleiben, wachsam zu sein, offen für Kritik und Anregungen.

Und gerade deshalb ist so wichtig, darüber zu sprechen, was wir tun, im Austausch zu bleiben, wachsam zu sein, offen für Kritik und Anregungen.In diesem Sinne stelle ich diesen Beitrag gerne zur Diskussion. Denn was wir tun ist „work in progress“. Für Anregungen und Kritik sind wir dankbar, denn nur so können wir die Lebensbedingungen für unsere BewohnerInnen noch weiter verbessern.

Bild: Fotolia/Africa Studios

Kimbie Humer-Vogl

Über Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, stv. Klubobfrau, Bezirkssprecherin der Grünen Tennengau - Sprecherin für Gesundheit, Soziales, SeniorInnen, Inklusion, Ehrenamt, Religion

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Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, stv. Klubobfrau, Bezirkssprecherin der Grünen Tennengau - Sprecherin für Gesundheit, Soziales, SeniorInnen, Inklusion, Ehrenamt, Religion



2 Responses to Pflege: Paradigmenwechsel im „Seniorenheim“

  1. Treiber Ulrike says:

    Seit ich dich kenne imponierst du mir.Bitte mache weiter so.ln euren Händen liegt die Zukunft.Laßt euch nicht beirren

  2. Steidl Rosa says:

    Danke für den tollen Beitrag, dies war auch Thema am 15.06.16 im Uni -Park Nonntal
    bei der Veranstaltung: „Strukturelle und personelle Gewalt in Pflegeeinrichtungen!
    Der Weg ist noch weit und vor allem steil dorthin!
    Beste Grüße

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