Sozial & gerecht

Veröffentlicht am 18. April 2016 | von Josef Scheinast

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Wie Wohnen in Salzburg günstiger wird

Wohnen in Salzburg ist teuer. Vier Ideen, wie sich das ändern ließe. 

Die Zahlen sind alarmierend: Etwa 1.640 Menschen sind in Salzburg wohnungslos. Der Grund: Die Mieten explodieren, leistbarer Wohnraum ist kaum noch zu finden. Dieser Entwicklung dürfen wir nicht mehr einfach zusehen. Folgende Maßnahmen könnten aus Grüner Sicht dazu beitragen, dass Wohnen in Salzburg wieder erschwinglich wird:

Wohnbeihilfe aufstocken

Die Wohnbeihilfe ist trotz der im Vorjahr beschlossenen 20%-igen Erhöhung der Zumutbarkeitsgrenzen nach wie vor ein großes Sorgenkind. Angesichts der Wohnkosten, die in Salzburg österreichweit am höchsten sind, sollten wir auch die höchste Wohnbeihilfe auszahlen. Die Wohnbeihilfe in Salzburg ist aber immer noch die niedrigste in ganz Österreich! Daher müssen wir noch heuer entsprechende Initiativen setzen, damit Salzburg bei der Wohnbeihilfe zumindest nicht mehr österreichisches Schlusslicht ist. Maßnahmen zu einer Senkung der Wohnkosten müssen natürlich weiter betrieben werden.

Mindestsicherungs-Leistung erhöhen

Einkommensschwache haben es am Wohnungsmarkt besonders schwer. Im Mindestsicherungs-Gesetz ist festgelegt, wie viel eine Wohnung für einen Mindestsicherungs-Empfänger (exklusive Heizung) maximal kosten darf: Für eine in der Stadt lebende Person beträgt diese Obergrenze – genannt „höchstzulässiger Wohnungsaufwand“ (HWA) – seit zehn Jahren unverändert 380 Euro. Von den realen Mietkosten ist man mit diesem Betrag weit entfernt. Deshalb ist es unser Ziel, den HWA schnellstmöglich um mindestens 50 Euro zu erhöhen.

Abgabe gegen Leerstand

Rund 4.800 Wohnungen alleine in der Stadt Salzburg sind nicht bewohnt. Eine Abgabe auf leerstehende Wohnungen und nicht genutzte Zweitwohnsitze, wie sie derzeit im Rahmen des neuen Raumordnungsgesetzes diskutiert wird, könnte Abhilfe schaffen und Wohnraum mobilisieren. Denn Wohnungen sind zum Wohnen da und nicht zum Spekulieren.

Kleinwohnungen auf den Markt bringen

Um das Angebot „nach unten“ abzurunden, braucht es zusätzlich zu diesen Maßnahmen neu errichtete, günstige Kleinst- und Kleinwohnungen bis 50 Quadratmeter. Im Rahmen der Wohnbauförderung plant das Land bereits 500 neue Kleinwohnungen; gut bewohnbare Einheiten aus Holz im Zentralraum sind ein weiterer Hebel, um leistbaren Wohnraum auf den Markt zu bringen.

Josef Scheinast

Über Josef Scheinast

Landtagsabgeordneter - Sprecher für Wohnen, Wirtschaft, Umwelt, Tourismus, Technologie, Raumordnung, KonsumentInnenschutz, Arbeitsmarkt

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Landtagsabgeordneter - Sprecher für Wohnen, Wirtschaft, Umwelt, Tourismus, Technologie, Raumordnung, KonsumentInnenschutz, Arbeitsmarkt



One Response to Wie Wohnen in Salzburg günstiger wird

  1. regina says:

    Die Ideen sind nicht wirklich gut. Es geht immer nur darum, mehr geld, mehr mittel bereit zu stellen, um das system weiterhin in die gleiche (falsche )richtung laufen zu lassen. Mit noch mehr finanzieller unterstuetzung. Nein, eindeutig! Kreative Ideen – ideologische ‚anders‘-loesungen sind gefragt! Ich diskutierer das gerne! Aber nicht ueber fb, glg. Regina

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