Energiewende

Veröffentlicht am 10. Februar 2016 | von Rupert Fuchs

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Sanieren, oder: Der persönliche Beitrag zur Energiewende!

Wer saniert, kann seinen Heizbedarf um bis zu 60 Prozent senken – und bekommt finanzielle Unterstützung durch den Sanierungsscheck. 

Heizkosten sparen – das ist für viele das wichtigste Argument, das für eine thermische Sanierung der eigenen vier Wände spricht. Und tatsächlich lässt sich durch eine thermische Gebäudesanierung der Heizbedarf um bis zu 60 Prozent senken – und damit eben auch die Kosten. Ein mindestens ebenso wichtiges Argument: Wer saniert, schont die Ressourcen und tut etwas für die Umwelt. Neue Heizsysteme arbeiten wesentlich sauberer als alte Heizungstypen. Dementsprechend fallen dann natürlich auch entscheidend weniger Schadstoffe an. Insgesamt verbessert sich die CO2-Bilanz des Gebäudes nach einer Sanierung deutlich. Man leistet auf diese Weise seinen ganz persönlichen Beitrag zur Energiewende.

Sanieren mit Sanierungsscheck

Was viele nicht wissen: Der Bund fördert seit einigen Jahren die thermische Sanierung von privaten und betrieblichen Altbauten mit einem eigenem Fördertopf. Im Jahr 2015 war dieser Topf mit rund 80 Millionen Euro gefüllt. Auch heuer gibt es wieder den sogenannten Sanierungsscheck. Da in den letzten Jahr die Mittel für den Sanierungsscheck recht bald ausgeschöpft waren, lohnt es sich sämtliche voraussetzende Formalitäten, wie das Einholen sämtlicher Angebote für die geplanten Sanierungsmaßnahmen zu kümmern, sodass der Förderantrag schnellstmöglich eingereicht werden kann. Übrigens muss der Antrag VOR Baubeginn eingereicht werden, außerdem ist der Sanierungsscheck mit Landesförderungen kombinierbar! Voraussichtlich ab März können Anträge eingereicht werden.

Es bleibt ein Wermuttropfen…

So erfreulich der Sanierungsscheck ist, so bleibt doch ein kleiner Wermutstropfen: Mit den 80 Millionen Euro im Fördertopf, von denen die Hälfte an „private Sanierer“ geht (pro Sanierung gibt es bis zu 5.000 Euro an Förderung),  können 10.000 Eigenheime saniert werden. Tatsächlich sind in Österreich aber schätzungsweise 1,1 Millionen Eigenheime sanierungsbedürftig. Es würde also ca. 100 Jahre brauchen, bis alle diese Gebäude saniert sind.

Alle Infos zum Sanierungsscheck gibt’s hier.

Rupert Fuchs

Über Rupert Fuchs

Landtagsabgeordneter, Bezirkssprecher der Grünen Pongau - Sprecher für Energie, Landwirtschaft, Naturschutz, Nationalpark, Tierschutz, Volkskultur

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Rupert Fuchs

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One Response to Sanieren, oder: Der persönliche Beitrag zur Energiewende!

  1. Stephan says:

    Das Spannende ist ja: nicht nur der Sanierungscheck wird gefördert, sondern wenn man ein Bisschen Papierarbeit investiert gibt es sogar ziemlich gute Förderungen für die Sanierung selbst. Was aber wirklich seltsam ist: teilweise nehmen Leute trotzdem nichts davon in Anspruch. Habe Verwandtschaft bei einem Bauunternehmer in Wien (König Heinrich, http://www.koenig-heinrich.at/einzelgewerke/baumeister ) und der hat mir folgendes erzählt: Ein Kunde, eigentlich recht interessiert an einer Wohnungssanierung, macht den Check, bekommt Kostenvoranschlag und – das Wichtigste – ihm wird vom Baumeister direkt der entsprechende Fonds vorgeschlagen und die Papierarbeit aufgesetzt. Im Grunde wäre kaum mehr ein Selbstbehalt für die ganze Sanierung übrig geblieben. Was macht der Kunde? Sich nie wieder melden. Wiener sind scheinbar einfach sanierfaul, auch wenn man es ihnen fast schenkt.

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