Kinder & Familie

Veröffentlicht am 2. Dezember 2015 | von Barbara Sieberth

0

Kinderbetreuung in Salzburg: Mehr Gehalt für die PädagogInnen!

Unter GRÜNER Regierungsbeteiligung bekommen die PädagogInnen endlich mehr Geld. Fragen und Antworten haben wir hier zusammengefasst. 

Mehr Gehalt – wer bekommt wie viel?

Zehn Jahren lang hat das Land mit dem Gemeindeverband die Erhöhung der Gehälter für Fachkräfte in den öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen verhandelt. Vor einigen Wochen gelang nun endlich der Durchbruch: Jänner 2016 gilt ein neues Gehaltsschema, das für neu einsteigenden PädagogInnen ein ca. 250 Euro höheres Einstiegsgehalt vorsieht.

Dafür wird die Förderung für Personalkosten im Bereich „Kindergarten“ deutlich erhöht. Private Kindergärten bekommen diese erhöhte Förderung selbstverständlich ebenfalls. Die Privaten folgen allerdings anderen Gehaltsschemen, daher sind die PädagogInnen darauf angewiesen, dass ihre Arbeitgeber die Gehaltserhöhung auch tatsächlich an sie weitergeben. (Hier gibt’s noch mehr Infos)

Warum forderten die privaten Einrichtungen mehr Geld?

Hier geht es vor allem um den Bereich der „Tagesbetreuung“ – betroffen sind hauptsächlich Krabbelgruppen und alterserweiterte Gruppen. Die Förderung wird hier „Pro-Kopf“ vergeben und ist deutlich höher als die „Kindergartenförderung“. In Salzburg gibt es viele privat geführte Krabbelgruppen, die meisten davon in der Stadt Salzburg. Grund dafür ist, dass die Stadt Salzburg keine eigenen Krabbelgruppen betreibt. So hat sich ein sehr vielfältiges privates Angebot entwickelt, das allerdings auf hohe Elternbeiträge angewiesen ist, um kostendeckend zu arbeiten. Die meisten Landgemeinden, die selbst Krabbelgruppen betreiben, stellen mehr Ressourcen (etwa für Infrastruktur und Miete) zur Verfügung und können daher für Eltern wesentlich günstigere Tarife anbieten.

Im Zuge der Gehaltserhöhung wurden nur die  Fördersätze in der Kindergarten-Schiene, nicht aber die der Tagesbetreuung erhöht. Es gibt in diesem Fördersystem derzeit auch keine Möglichkeit, eine erhöhte Förderung an ein neues Gehaltsschema zu binden.

Land geht in Vorleistung: 540.000€ für die Gehälter der privaten Einrichtungen

Das Angebot des Landes war nun Folgendes: Alle privaten Einrichtungen in der Tagesbetreuung bekommen für Vollzeit-Fachkräfte 113 Euro brutto mehr. Das entspricht der durchschnittlichen Erhöhung, die auch die PädagogInnen in öffentlichen Einrichtungen erhalten. Die privaten Träger gehen eine Selbstverpflichtung ein, dieses Geld ihren MitarbeiterInnen entsprechend weiterzugeben. Das Land geht mit dieser Zahlung in Vorleistung, denn eigentlich ist in diesem Fördersystem ein Aufteilungsschlüssel von 60% Land und 40% Gemeinde vorgesehen. Die Erhöhung, die sich mit 540.000 Euro zu Buche schlägt, trägt das Land derzeit alleine.

Das Ganze ist eine Übergangslösung, denn das neue Kinderbetreuungsgesetz soll die beiden Fördersysteme „Kindergarten“ und „Tagesbetreuung“ zusammenführen. Voraussichtlich wird es 2017 soweit sein.

WEITERLESEN: KINDERBETREUUNG: WEG FREI FÜR EIN NEUES, MODERNES GESETZ!

 

Barbara Sieberth

Über Barbara Sieberth

Landtagsabgeordnete - Sprecherin für Europa, Familie und Kinderbetreuung, Gleichbehandlung und Frauen, Justiz, Medien, Menschenrechte, Integration, Verwaltungsreform


About the Author

Barbara Sieberth

Landtagsabgeordnete - Sprecherin für Europa, Familie und Kinderbetreuung, Gleichbehandlung und Frauen, Justiz, Medien, Menschenrechte, Integration, Verwaltungsreform



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top ↑