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Veröffentlicht am 18. November 2015 | von Rupert Fuchs

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Erfahrungsbericht: 30.000 km mit dem Elektroauto

Seit 18 Monaten lege ich fast alle meine Fahrten mit einem Elektroauto zurück. Zeit, Bilanz zu ziehen.

Vor eineinhalb Jahren habe ich mich dazu entschlossen, ein E-Auto zu kaufen. Fast alle meine Autofahrten lege ich seit daher „elektronisch“ zurück.

Mit einer Vollladung jedes Ziel in Salzburg erreichen 

Bisher hat die Batterieleistung noch keine Ermüdungserscheinungen gezeigt. Nach wie schaffe ich bei einer Vollaufladung  150 km. Ein großer Vorteil ist für uns, dass St. Johann in der Mitte des Bundeslandes liegt. So kann ich mit einer Vollladung problemlos jedes Ziel in Salzburg erreichen. Ein Versuch zeigt: Auch eine Fahrt zum Ossiacher See in Kärnten ist ohne von St. Johann aus ohne Probleme machbar. Während des Badeaufenthaltes lädt sich das Auto bei einer geeigneten E-Tankstelle auf.

Starkstromladestationen ermöglichen ein Aufladen der Batterie schon unter einer halben Stunde auf 80 % der angegebenen Energiespeicherung.  Der Ausbau der E-Tankstellennetze schreitet positiv voran.

Die „harten“ Fakten

Nun zu den „harten“ Fakten: Die 30.000 km habe ich mit einem Durchschnittsverbrauch von 12,6 kWh/100 km zurückgelegt, das entspricht einem 4,2 l Verbrennungsfahrzeug,  bei dem der Wirkungsgrad bei ca. 30 % liegt. Das Elektroauto hatte bei den gefahrenen 30.000 km 3.780 kWh an Strom verbraucht. Das bedeutet: 1.260 l Treibstoffersparnis = 3.780 kgCO2 Ersparnis. Dieser Strom wurde zu fast 100 % aus unserer eigenen Photovoltaikanlage erzeugt, somit bin ich fast ausschließlich mit der Kraft der Sonne gefahren.

Denn klar ist: Auch E-Autos sind nur so „grün“ wie der Strom, mit dem sie betankt werden. Daneben hängt die Ökobilanz eines Elektroautos natürlich wesentlich vom individuellen Fahrverhalten ab. Eine Sitzheizung oder beheizbare Außenspiegel fressen Strom und verringern logischerweise die Reichweite.

Grundsätzlich kann man sagen: E-Autos verursachen während ihres gesamten Lebenszyklus 65 Prozent weniger Staubemissionen, 40 Prozent weniger Treibhausgase und 60 Prozent weniger ozonbildende Emissionen.

 

Rupert Fuchs

Über Rupert Fuchs

Landtagsabgeordneter, Bezirkssprecher der Grünen Pongau - Sprecher für Energie, Landwirtschaft, Naturschutz, Nationalpark, Tierschutz, Volkskultur


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