Verkehr

Veröffentlicht am 18. Juni 2015 | von Angela Lindner

0

Salzburg soll radfreundlicher werden!

Viele fragen sich jetzt vielleicht: „Noch radfreundlicher? Geht denn das überhaupt?“ In der Tat sind in Salzburg, die nicht umsonst zu den radfreundlichsten Städten Österreichs gehört, schon viele positive Dinge im Radverkehr zu bemerken: Es gibt viele Radwege und Radfahrstreifen, die Durchquerung der Stadt von Norden nach Süden ist entlang der Salzach gut möglich und auch bei den Fahrradabstellplätzen gibt es neue und diebstahlsichere Zuwächse, wie zum Beispiel am Hauptbahnhof.

Letzte Woche habe ich zusammen mit zehn sehr engagierten Frauen und Männern beim Treffen der grünen Fokusgruppe „Radfahren“ diese positiven, aber auch viele verbesserungswürdige Stellen in Salzburg diskutiert. Entstanden ist ein Überblick über die wichtigsten Problem- und Gefahrenzonen für RadfahrerInnen in der Stadt sowie ein paar sehr konkrete Vorhaben, die RadfahrerInnen in Salzburg das Dasein erleichtern sollen.

Positive Beispiele spornen an

 Motiviert hat mich bei unserer Diskussion das positive Beispiel von Paris. Aufgrund der hohen Luftverschmutzung musste die Stadt dringende Maßnahmen ergreifen und setzt sich nun zum Ziel europäische Radhauptstadt zu werden. Paris plant Maßnahmen wie eine Temporeduktion für den Autoverkehr, sowie eine massive Zurückdrängung des PKW Verkehrs in der Innenstadt. So sollen dreispurige Hauptverkehrsstraßen eine Fahrspur an die Radfahrer abtreten. Dies zeigte mir, dass in Sachen Verkehrspolitik auch mutige Schritte möglich sind. Wir in Salzburg müssen jedoch nicht bis quasi „fünf vor zwölf“ warten, sondern sollten schon jetzt versuchen die Vorteile von umweltfreundlichen Fortbewegungsmitteln aufzuzeigen und vor allem ihre sichere und gefahrenfreie Nutzung in der Stadt ermöglichen.

Angespornt von dem positiven Beispiel identifizierten wir folgende Stellen in der Stadt wo Handlungsbedarf besteht:

  • An vielen Kreuzungen der Stadt gibt es für RadfahrerInnen lange Wartezeiten im Vergleich zum PKW-Verkehr oder sie bergen Gefahrenpotential bei der Überquerung. Beispiele sind zu finden in Mülln, an der Aiglhofkreuzung, in der Rudolf-Bieblstraße oder an der Kreuzung der Lokalbahnhaltestelle Itzling, an der RadfahrerInnen und FussgängerInnen fast drei Minuten warten müssen, bis sie „grün“ bekommen.
  • Gefährliche Wege wie zum Beispiel in der Breitenfelderstraße, wo Autos zu schnell fahren dürfen und dem Radfahrer, der gegen die Einbahn fahren darf, zu schnell entgegenkommen.
  • Bewusstseinsbildung für die Notwendigkeit von genügend Radabstellplätzen bei geförderten Wohnungen und Siedlungen
  • Bessere, überdachte, diebstahlsichere Radständer bei Geschäften
  • Die Durchquerung der Stadt entlang der Ost-West-Achse lässt im Gegensatz zur Nord-Süd Achse noch zu wünschen übrig.
  • Radfahren in die Breite bringen: Von den Kleinsten im Kindergarten mit den Laufrädern, über Lastenfahrräder für Erwachsene zur Erleichterung des Transports, bis ins hohe Alter mit dem E-Bike.

War diese Fahrt mit dem Auto wirklich notwendig?

Ein weiterer Diskussionspunkt war der „notwendige PKW-Verkehr“. Sicher kennen wir alle Situationen in denen wir uns aus unterschiedlichsten Gründen für die „bequemere“ Variante, das Auto, entscheiden, obwohl wir die gleiche Strecke genauso gut an der frischen Luft und mit Bewegung auf dem Fahrrad zurücklegen hätten können. Mein Anliegen ist es, das diese unnötigen Strecken mit dem Auto weniger werden und auch das Bewusstsein für das zu Fuss gehen als Alternative steigt. Dazu passend haben wir in der Fokusgruppe formuliert: „Autos stehen nicht im Stau – Sie sind der Stau“.

Einladung

  • Holt euer Fahrrad aus dem Keller, pumpt Luft in die Reifen und radelt los.
  • Genießt die autofreie Strecke vom Neutor über die Pferdeschwemme bis zur Münzgasse. „Auf das Radel, fertig, los“
  • wer-radelt-gewinnt.at – Teilnehmen, tolle Preise gewinnen und die eigene Gesundheit fördern!

 

 

Angela Lindner

Über Angela Lindner

Landtagsabgeordnete, Bezirkssprecherin der Grünen Flachgau - Sprecherin für Verkehr, Abfallwirtschaft, Finanzüberwachung und Rechnungshof, Gemeinden, Regionalpolitik

Stichworte: , ,


About the Author

Angela Lindner

Landtagsabgeordnete, Bezirkssprecherin der Grünen Flachgau - Sprecherin für Verkehr, Abfallwirtschaft, Finanzüberwachung und Rechnungshof, Gemeinden, Regionalpolitik



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top ↑