Kinder & Familie Barbara Sieberth macht sich Gedanken, wie Kinderbetreuung in Salzburg aussehen soll: modern, selbstbestimmt und solidarisch!

Veröffentlicht am 2. Dezember 2014 | von Barbara Sieberth

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Unterausschuss Kinderbetreuung startet: Ein paar Gedanken…

Am 3. Dezember findet die erste inhaltliche Sitzung des Unterausschusses zur Novellierung des Kinderbetreuungsgesetzes statt. Der Grund für den Ausschuss: Unser Rahmengesetz für Kinderbetreuung ist über die Jahre gewachsen und sehr, sehr kompliziert geworden. Das Fördersystem ist sehr herausfordernd für alle Beteiligten.

Was das Ganze besonders fordernd macht, ist, dass bei der Kinderbetreuung viele Player mitreden. So liegt zum Beispiel der Versorgungauftrag in Händen der Gemeinden, das Rahmengesetz dazu kommt vom Land, die Finanzen teilen sich das Land UND die Gemeinden, der Bund zahlt in verschiedenen Bereichen dazu.

Der Unterausschuss soll nun Empfehlungen für ein völlig neues, weniger komplexes, dafür modernes Kinderbetreuungsgesetz für Salzburg erarbeiten. Als gewählte Vorsitzende des Unterausschusses beschäftige ich mich nun schon seit Monaten damit, wie wir die Kinderbetreuung in Salzburg auf neue, gute Beine stellen können. Dazu geht mir vieles durch den Kopf und es fällt mir schwer, das alles in einen Blogbeitrag zu fassen (das ist mein dritter Versuch!) – aber, here we go:

 Kinderbildung und -betreuung: Eine Chance für die ganze Familie

Wenn es um das Thema Kinderbetreuung geht, gibt es viele Blickwinkel und Meinungen, viele Standpunkte und Wünsche, die es zu berücksichtigen gilt. An oberster Stelle sollten meiner Meinung nach aber immer die Kinder stehen. Ihnen soll es gut gehen.

Was man auch berücksichtigen muss: Diese Kinder haben Väter und Mütter, die in unterschiedlichen Lebenssituationen sind (sie sind in Ausbildung, erwerbstätig, alleinerziehend,…). Daraus ergeben sich unterschiedlichste Bedürfnisse, was die Betreuung der Kinder anbelangt.

Ich sehe gute Kinderbetreuung und -bildung als Chance sowohl für die Kinder als auch ihre Eltern. Denn: Kinderbetreuung und -bildung ist ein wichtiger Puzzlestein für eine kinder- und familienfreundliche und chancengleiche Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Gut gemachte Kinderbetreuung unterstützt sowohl die Kinder als auch ihre Familien. Die Chancengerechtigkeit zwischen Männer und Frauen wird nachweislich gefördert und trägt damit zu einem solidarischeren Miteinander in einer Gesellschaft bei. Gerade Kinder, die keine Geschwister haben oder solche aus Familien, die aus verschiedenen Gründen unter Druck stehen, profitieren, wenn sie regelmäßig mit  Gleichaltrigen in Kontakt sind und „ein kleines Dorf“ zusätzlich zur Familie aufbauen können.Außerdem: Kinderbetreuungseinrichtungen sind auch erst Bildungseinrichtungen, das schafft mehr Chancengleichheit unter den Kindern selbst. Eltern, die gerne weiterhin in Ausbildung, Beruf oder sonstigem Engagement bleiben wollen, können dies mit Unterstützung dieser Einrichtungen. Wenn’s gut gemacht ist, profitieren alle.

Was wir wollen: Eine moderne, solidarische & selbstbestimmte Familienpolitik

Im Unterausschuss des Landtags werden wir beraten, wie wir uns die Kinderbetreuung in Salzburg in den kommenden Jahren vorstellen.

Unsere GRÜNEN Vorstellungen orientieren sich an einer modernen, solidarischen Familienpolitik, die jedem Kind einen Betreuungs- und Bildungsplatz ermöglicht. Die Qualität muss gut sein, wir wollen keine „Verwahrungsstellen“, sondern ansprechende Orte, in denen ein feinfühliger Umgang mit Kindern stattfindet, mit Pädagog*innen, die ihre Arbeit gut machen können – dafür müssen ihnen die entsprechenden Rahmenbedingungen geboten werden (Stichwort: höhere Gehälter!). Ist das einmal der Fall, kann auch niemand mehr von „Fremd“-betreuung sprechen, diese Orte und Personen sind dann nämlich nicht „fremd“.

Ganz im Sinne unserer am Wochenende am Bundeskongress frisch beschlossenen GRÜNEN Sozial-Leitlinie soll auch die Kinderbetreuung gestaltet sein – nämlich selbstbestimmt und soidarisch:

SOLIDARISCH:  Kinderbildungs- und Betreuungsplätzen als selbstverständliche soziale Infrastruktur, leistbar und in guter Qualität.

SELBSTBESTIMMT: Und selbstbestimmt im Ausmaß der Inanspruchnahme. Wann, wieviel, wo.

 

Barbara Sieberth

Über Barbara Sieberth

Landtagsabgeordnete - Sprecherin für Europa, Familie und Kinderbetreuung, Gleichbehandlung und Frauen, Justiz, Medien, Menschenrechte, Integration, Verwaltungsreform


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