Energiewende Windräder für Salzburg!

Veröffentlicht am 26. November 2014 | von Josef Scheinast

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Warum ich ein Verfechter der Windkraft bin

Kürzlich habe ich hier auf unserem GRÜNEN Klubblog einen Beitrag gepostet, indem ich zu erklären versuche, warum Salzburg die Windkraft braucht. Heute möchte daran anknüpfen und meine Begeisterung für die Windernte erklären:

Vor acht Jahren war ich eingeladen, den Windpark Parndorf im Burgenland zu besuchen. Ich war beeindruckt von der Anzahl (ca. 180) und der Größe der Windräder. Die Besteigung eines Windrades mittels der innen liegenden Leiter war anstrengend und erfolgte in Kleingruppen, weil nicht mehr als sieben Menschen gleichzeitig im Motorenraum Platz finden. Es war ein Windrad mit einer Leistung von 2,1 MW, durchschnittlich 350 Tage im Jahr in Betrieb und in der Lage, ca. 3500 Haushalte zu versorgen.

Die Kraft des Windes in einer Höhe von ca. 90 Metern war deutlich zu spüren und ich wurde vom Wind-„Virus“ gepackt, eine Energiezukunft ohne Kohle, Öl oder Atomkraft wurde erfahrbar.

In den folgenden Jahren stieg meine Aufmerksamkeit gegenüber der Windenergie. Ich beobachtete Windparks, las mich ein wenig ins Thema ein und gewann die Gewissheit, dass ohne die Windernte eine gesicherte Energiezukunft in unserer vom Strom so sehr abhängigen Gesellschaft nicht möglich sein wird.

Energiewende in Ostfriesland – Vorbild für Salzburg

Vor drei Jahren verbrachte ich einen Teil meines Sommerurlaubs in Ostfriesland, wo man überall flächendeckend von Windrädern umgeben ist. Während sich die sanften Riesen drehen, findet darunter Landwirtschaft und Tourismus ohne jede Einschränkung statt, es gibt keinen Lärm, keine Abgase und zusammen mit der dort an fast jedem Gebäude angebrachten Photovoltaik-Anlage scheint die Energiezukunft in Ostfriesland bereits Gegenwart zu sein.

Ich bin für die Windernte an geeigneten Standorten, auch im Binnenland, weil sie die ideale Ergänzungsenergie zu Sonne und Wasser ist. Der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch (einschließlich Produktion, Heizung und Mobilität) beträgt derzeit noch unter 50 Prozent. Die Wasserkraft ist z.B. in Salzburg schon zu über 90 Prozent ausgebaut. Bei aller Hoffnung, mit Effizienzsteigerung noch weitere 20% kompensieren zu können, bleibt eine Lücke. Und da Strom in Zukunft auch DIE Mobilitäts-Energie sein wird, brauchen wir jede verfügbare Quelle.

Dass wir dennoch unseren Energieverbrauch jährlich um 3% senken müssen, versteht sich von selbst.

Noch gibt es in Salzburg kein Windrad. Ich hoffe allerdings auf die Einsicht aller Salzburger und Salzburgerinnen, dass die sanften Riesen einen Beitrag zur Zukunftssicherheit und eine Bereicherung für die Regionale Wertschöpfung leisten.

Josef Scheinast

Über Josef Scheinast

Landtagsabgeordneter - Sprecher für Wohnen, Wirtschaft, Umwelt, Tourismus, Technologie, Raumordnung, KonsumentInnenschutz, Arbeitsmarkt

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