Demokratie Die GRÜNEN in Salzburg setzen auf Kooperation statt Konkurrenz.

Veröffentlicht am 21. September 2014 | von Cyriak Schwaighofer

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„Neu regieren“ – Gag oder echter Wertewandel?

Noch immer treffe ich auf ungläubiges Staunen, wenn ich auf Nachfrage erzähle, dass es mir gut geht in der neuen Salzburger Landesregierung, dass ich jeden Tag gerne dabei bin und ich mich auch über die gemeinsame Arbeit freue, sie keineswegs als Belastung oder Ärgernis empfinde. „Da wird doch sowieso nur gestritten“ ist die landläufige Annahme. Dann versuche ich zu erklären, dass es natürlich nicht selbstverständlich und nicht ganz einfach ist, die üblichen Rituale und Einstellungen der Politik zu verlassen, die da sind: Wir haben immer recht, die „Anderen“ wollen sicher nichts Gutes für die Menschen; wir müssen die Konfrontation suchen, damit unsere Haltung klar sichtbar wird; und wir müssen den anderen möglichst deutlich über die Medien unsere Meinung sagen (dass wir nämlich von ihren Vorschlägen, Ideen gar nix halten usw.).

Dass wir so nicht erfolgreich und vor allem persönlich nicht zufrieden werden können, war mir von Anfang an klar. Nicht umsonst habe ich den bekannten Hirnforscher Prof. Joachim Bauer – der in Salzburg schon häufig zu Gast war – gebeten, uns zum Start des neuen Landtags und der neuen Koalition einige Hinweise aus seiner Sicht mitzugeben. Und sie waren eindeutig: Kooperation statt Konkurrenz, Wertschätzung statt Verachtung, Toleranz statt Ablehnung sind Haltungen, die nicht nur in privaten Beziehungen Vorrang haben sollen, sondern auch in der Politik. Mein Ziel war und ist es daher, einen Geist in unserer Arbeit im Landtag zu etablieren, der nicht vorrangig die Auseinandersetzung, die Konfrontation, die Gegensätze sucht, sondern das Gespräch, das Gemeinsame, die Kooperation.

Und ich möchte nach einem guten Jahr dieses „Feldversuchs“ sagen: Ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass wir selbst, unsere politischen Partner und Mitbewerber, aber auch die Salzburger Bevölkerung davon profitieren. Unsere Energie verpufft nicht im dauernden Kampf ums Rechthaben und um die Schlagzeile des nächsten Tages, sondern geht in das Ringen um gemeinsame Lösungen. Genau das erwarten sich die Bürgerinnen und Bürger Salzburgs von der Politik. Und ich finde es eine überaus spannende Herausforderung zu beweisen, dass das auch möglich ist, allen SkeptikerInnen zum Trotz und uns allen zur Freude.

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One Response to „Neu regieren“ – Gag oder echter Wertewandel?

  1. Hallo Ihr tollen „Kämpfer“ ! Ja das ist ein großartiger BLOG von Euch! Hab ihn schon „verteilt“.
    Nur so bringt man vielleicht einmal eine andere ART des Regierens auf den Weg.
    Auch Eure Artikulation ist gut gelungen. Das ist auch wichtig. Wie bringt man’s rüber.
    ALLES GUTE weiterhin.
    Wie sagte doch immer ein uns noch wohlbekannter ehemaliger SPÖ-BK Sinowatz:
    „Wenn nicht alles so schwierig wäre…“

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