Umwelt & Natur "Die die Bienen und somit unsere gesamte Nahrungskette und unser Ökosystem sind in Gefahr"

Veröffentlicht am 30. September 2014 | von Rupert Fuchs

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Bienen auch in Salzburg schützen

Das Bienensterben ist ein globales und lokales Problem – auch in Salzburg müssen wir uns um die Bienen kümmern.

Spätestens seit dem Film „More than Honey“  ist uns allen bewusst, dass die Bienen und somit unsere gesamte Nahrungskette und unser Ökosystem in Gefahr sind.

80 % der Pflanzen, vor allem Nutzpflanzen für den Menschen wie Obst- und Gemüsesorten, sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Sterben die Bienen aus, würden Lebensmittel knapp werden und wir könnten uns kaum noch verpflegen. Eine Lebensmittelknappheit ungeahnten Ausmaßes würde drohen. Kevin Hackett vom US-Landwirtschaftsministerium sieht im massenhaften Bienensterben gar die „größte allgemeine Bedrohung unserer Lebensmittelversorgung“.

Auch in Salzburg sind die Bienen in Gefahr

Das  Problem des Bienensterbens ist ein globales, es betrifft uns aber auch ganz  unmittelbar und ist momentan in Salzburg aktuell wieder sehr präsent: Im Lungau ist kürzlich eine bisher seltene und gefährliche Bienenseuche, nämlich die bösartige Faulbrut, ausgebrochen. Sie ist hochinfektiös und oft tödlich für ganze Bienenvölker. Wie der ORF berichtete, sind bereits sieben Bienenstöcke eines Imkers in Tamsweg befallen. Die Faulbrut stellt für erwachsene Bienen keine Gefahr dar, auch nicht für den Menschen. Für den Bienennachwuchs ist die Faulbrut allerdings eine große Bedrohung. Und fehlt erst einmal der Nachwuchs, stirbt die gesamte Bienenpopulation eines Stocks aus.
Um diese Krankheit eindämmen zu können, braucht es Kenntnis über alle in Salzburg aufgestellten Bienenstöcke sowie die Sensibilisierung der ImkerInnen. Die Errichtung von Sperrzonen kann nur dann wirksam sein, wenn auch das Verhalten der ImkerInnen  demensprechend angepasst wird (gesteigerte Hygiene) sowie das Wissen um die weiten Flugbewegungen von einzelnen Bienen vorhanden ist.

Daher werde ich am kommenden Mittwoch (1.10.2014) im Landtag folgende Anfrage an das Landwirtschaftsressort stellen:

1.      Gibt es eine Aufstellung über die Standorte aller Bienenstöcke im Bundesland Salzburg (inklusive Wanderstöcke, Bienenstöcke von Vereinsmitgliedern sowie Bienenstöcke von ImkerInnen, die keinem Verein angehören)?

2.      Wenn ja, ist diese Aufstellung den ImkerInnen zugänglich?

3.      Wenn diese Daten nicht zugänglich sind, gibt es eine Möglichkeit, diese den ImkerInnen in gut aufbereiteter Form (z.B. Landkarte mit Standortvermerk) zur Verfügung zu stellen?

4.      Wenn es eine solche Aufstellung nicht gibt, wird es eine solche Erhebung geben, um Bienenseuchen erfolgreich eindämmen zu können?

 

Mehr Infos zum Bienensterben und was wir dagegen tun können:

Unterschreibe jetzt die Avaaz-Petition zum Verbot von bienengefährdenden Pestiziden in den USA

Bienenkisten bauen für die Stadt

Stadtbienen-Projekt

Bienenschutz.at

http://bienenschutz.at/

Viele Bienen-Infos von Greenpeace

USA: Obama-Regierung will massenhaftes Bienensterben stoppen (Spiegel Online)

Milliardenschaden erwartet: USA nehmen Bienensterben ernst (N-TV)

Bekämpfung von Insekten mit Neonicotinoiden (Süddeutsche Zeitung)

Hohe Kosten, Aufwiegen des Nutzens von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft (Center for Food Safety) (Englisch)

Der teure Lobby-Krieg über Amerikas sterbende Honigbienen (National Journal) (Englisch)

Die Bienenstöcke in meinem eigenen Garten

Die Bienenstöcke in meinem eigenen Garten

Rupert Fuchs

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Landtagsabgeordneter, Bezirkssprecher der Grünen Pongau - Sprecher für Energie, Landwirtschaft, Naturschutz, Nationalpark, Tierschutz, Volkskultur

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