Kinder & Familie

Veröffentlicht am 12. September 2014 | von Kimbie Humer-Vogl

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Ausbau der Kinderbetreuung statt politischer Kleingeldmacherei

Als Mutter von vier Kindern gehe ich seit 2004 bei diversen Kinderbetreuungseinrichtungen ein und aus. Und ich gebe zu, die Einführung des Familienpakets im Jahr 2009 hat unser Familienbudget spürbar entlastet. Wobei ich dazu sagen muss, zu der Zeit habe ich ohnehin ein Vielfaches der üblichen Gebühren bezahlt, denn ich war von Beginn an auf private Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen. Als Selbständige, ohne klar nachvollziehbare Arbeitszeiten, die noch dazu immer wieder in der „Versenkung“ des Mutterschutzes verschwand, hatte ich die meisten Jahre keinen Anspruch auf einen Platz in einer Gemeindeeinrichtung.

Dank der Möglichkeit, trotzdem eine flexible und hochqualitative Kinderbetreuungseinrichtung zu nutzen, konnte ich all die Jahre Kinder und Beruf vereinen und stehe nun wieder voll im Berufsleben.

So konnte und kann ich einen wesentlichen Beitrag zum Familienbudget beitragen und das ist – wie wir wissen – notwendig! Denn die Ausgaben für Kinder hören nicht mit dem Eintritt in die Schule auf. Im Gegenteil, sie steigen rapid. Alleine der heurige Schulstart für unsere vier Kinder hat uns bisher 905 € gekostet. Im laufenden Jahr werden noch viele hunderte Euro dazu kommen, für Mitgliedschaften in Sportvereinen, für Musikstunden, für Klassenfahrten und sonstige Aktivitäten. Mit einem Gehalt könnten wir uns das nicht leisten.

Ich wünsche mir, dass alle Familien in Salzburg die Möglichkeit haben, ähnliche Unterstützung für ihre Kinder durch Kinderbetreuungseinrichtungen zu erfahren wie ich das konnte. Und genau dieses Ziel verfolgt LR Berthold mit dem Ausbau der Betreuungsplätze.  und den Verbesserungen bei der Qualität der Kinderbetreuung. Hier werden in den kommenden Jahren viele Millionen Euro aus dem Familienressort fließen. Natürlich wäre es schön, das Land Salzburg könnte außerdem das Familienpaket wie bisher ausbezahlen. Aber Fakt ist: Für beides ist eben nicht genug Geld da.

Schuld daran ist neben dem Finanzskandal auch das strukturelle Defizit des Landes: Über Jahre wurde stets wesentlich mehr ausgegeben als eingenommen. Dass das auf die Dauer nicht ohne Konsequenzen bleiben kann, liegt auf der Hand, und dass es unsere Kinder sind, die dies später einmal „ausbaden“ werden müssen, auch. Deshalb ist es ein erklärtes Ziel der Landesregierung dieses Strukturdefizit einzudämmen.

Dass die Opposition nicht hinter diesem Ziel steht, sondern versucht, aus notwendigen Einsparungsmaßnahmen, politisches Kleingeld zu machen, ist für mich absolut inakzeptabel.

Kimbie Humer-Vogl

Über Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, stv. Klubobfrau, Bezirkssprecherin der Grünen Tennengau - Sprecherin für Gesundheit, Soziales, SeniorInnen, Inklusion, Ehrenamt, Religion

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Kimbie Humer-Vogl

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